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Aegidiustag |
1. September |
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Allerheiligentag |
1. November; lat.: Omnium Sanctorum; Gedenktag und Lostag
"Schnee am Allerheiligentag selten lange liegen mag."
"Zum Allerheiligen Sonnenschein, tritt der Nachsommer ein."
"Allerheiligen klar und helle, sitzt der Winter auf der Schwelle." |
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Altschnee |
Schnee, der bereits mindestens drei Tage liegt. |
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Anlandung |
Sedimentablagerung durch fließendes Wasser |
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Aufstau |
Hebung des Wasserspiegels oberhalb und infolge eines Hindernisses |
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Barnabastag |
11. Juni |
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Bartholomäustag |
24. August. Der Bartholomäustag gilt den Bauern als traditionelles Ende des Sommers. Er markiert das Ende der Getreideernte und den Beginn der Aussaat für das nächste Jahr. Für Bauern und Winzer ist der Tag ein wichtiger Lostag. Zahlreiche Bauernregeln, die sich auf den Bartholomäustag beziehen, prognostizieren den Verlauf des Herbstes und des Winters. |
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bedeckt |
Der Begriff "bedeckt" gibt den Bewölkungsgrad des Himmels an und entspricht einem Bewölkungsgrad von 8/8. |
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Bewölkungsgrad |
Der Bewölkungsgrad gibt an, wie viele Teile des Himmels mit Wolken bedeckt sind. Der Wert wird geschätzt. |
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Deich |
Damm aus Erde und/oder anderen Materialien zum Schutz vor Hochwasser |
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Deichvorland |
Gelände zwischen einem Deich und dem Gewässer |
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Dreikönigstag |
6. Januar; Heiligentag und Lostag
"Wie sich das Wetter bis Dreikönig hält, / so ist das nächste Jahr bestellt."
"Heiligdreikönig sonnig und still, / Winter vor Ostern nicht weichen will."
"Dreikönigsabend hell und klar, / verspricht ein gutes Erntejahr."
"Ist bis Dreikönigstag kein Winter, / so kommt auch kein strenger mehr dahinter." |
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Durchbruch |
Veränderung des Flusslaufes infolge eines Uferdurchbruchs. Bei Mäandern kann ein Durchbruch zum Abschneiden von Flussschlingen und damit zu einer Laufverkürzung führen. |
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Eisgang |
Mit dem Begriff "Eisgang" wird das Aufgehen der Eisdecke von Flüssen bezeichnet. Die mit der Strömung flussabwärts transportierten einzelnen Eisschollen können erhebliche Schäden an Wehren, Brücken und Mühlen verursachen. J. E. |
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Eisstand |
Mit dem Begriff "Eisstand" wird das Zugehen der Eisdecke von Flüssen bezeichnet. Da sich das Wasser beim Erstarren ausdehnt, können Schäden an Flussbefestigungen, Brücken, Wehren und anderen flussnahen Gebäuden wie bspw. Mühlen entstehen. Außerdem müssen Mühlen bei Eisstand den Betrieb einstellen, was für die Müller zu wirtschaftlichen Einbußen führen und sich u. a. nachteilig für die Mehlversorgung der Bäcker auswirken kann. J. E. |
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Eisversetzung |
Anhäufung von Eismassen an einer bestimmten Stelle, wodurch der Wasserabfluss eines Fließgewässers stark einschränkt wird. |
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Erosion |
Abtragung und Transport von Bden- und Gesteinsmaterial durch Wasser, Eis oder Wind. |
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Fabianstag |
20. Januar |
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Fahrenheit-Skala |
Nach Gabriel Daniel Fahrenheit (1686-1736) benannte Temperatur-Skala. Der in Danzig geborene Physiker ließ sich nach Reisen durch Deutschland und England in Holland als Hersteller von physikalischen Instrumenten nieder. Als Nullpunkt seiner Quecksilber-Thermometer wählte Fahrenheit die tiefste Temperatur des Winters 1708/09 in Danzig. Null Grad Fahrenheit entsprechen -17,8 Grad Celsius. Der Gefrierpunkt des Wassers liegt auf der Fahrenheit-Skala bei 32 Grad, der Siedepunkt bei 212 Grad. |
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Fastnachtszeit |
Die Fastnachtszeit beginnt traditionell am Dreikönigstag (= 6. Januar) und endet am Aschermittwoch. Als beweglicher Feiertag hängt der Aschermittwoch vom Termin des Osterfests ab. |
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Feuchtschnee |
Feuchtschnee klebt unter Druck zusammen und eignet sich daher besonders für Schneebälle und Schneemänner, es lässt sich jedoch kein Wasser herauspressen. Er wird auch Pappschnee genannt, weil er zusammenpappt. |
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Firnschnee |
Firnschnee oder kurz Firn ist mindestens ein Jahr alt und hat eine höhere Dichte. |
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Flugschnee |
Flugschnee ist sehr feiner Schnee, der durch die Wirkung des Windes in Häuser eindringt. |
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Frost, geringer |
Temperaturen von 0 bis 2 Grad |
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Frost, leichter |
Temperaturen von -5 bis 0 Grad |
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Frost, mäßiger |
Temperaturen zwischen -10 und -5 Grad |
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Frost, strenger |
Temperaturen unter -10 Grad |
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Gallentag |
bzw. Sankt Gallentag = 16. Oktober |
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Graupel |
Fester fallender und fester gefallener Niederschlag in Form kugelartig zusammengeballter Eiskristalle mit einem Durchmesser von unter 5 mm. |
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Gregorianische Kalender |
Der Julianische Kalender wurde in Hessen-Kassel 1700 abgeschafft und durch den Gregorianische Kalender (benannt nach Papst Gregor XIII.) ersetzt. Infolgedessen wurden 11 Tage übersprungen, so dass auf den 18. Februar 1700 der 1. März 1700 folgte. |
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grummat |
Grummet, Heu des zweiten Schnitts |
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Grundeis |
Eis, das sich am Gewässerbett oder an festen Gegenständen unter Wasser gebildet hat. |
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Hagel |
Niederschlag in Form von Eiskugeln oder Eiskörnern. Die Größe der Hagelkörner ist verschieden. Ihr Durchmesser liegt durchschnittlich bei 4 bis 5 Millimeter, kann aber bis auf 10 cm anwachsen. Die größeren Hagelkörner werden als "Schloßen" bezeichnet. Hagel tritt zumeist vor oder in Kombination mit Gewittern auf, nie aber nach langanhaltendem Regen. Vor Hagelschauern fällt das Barometer in der Regel stark und schnell. Mit Beginn des Hagelschlags sinkt auch das Thermometer. Auf Hagel folgt oft eine längere Kaltwetterphase. In der Regel bilden Hagelschauer eine lokale Erscheinung und dauern nur wenige Minuten, selten länger als eine Viertel Stunde. Die Heftigkeit des Niederschlags - ein Hagelkorn von 3 cm Durchmesser erreicht eine Fallgeschwindigkeit von 25 m/s (etwa 100 km/h) - ist so groß, das Gebäude beschädigt, kleine Tiere getötet, Pflanzen umgeknickt und Zweige abgebrochen werden können. Damit kann insbesondere sommerliches Hagelwetter in der Landwirtschaft enorme Schäden anrichten. Besonders gefährdet sind Hügellandschaften und Abhänge von Gebirgen. Erste Hagelversicherungen wurden Ende des 18. Jahrhunderts gegründet. |
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Harsch |
Altschnee, der durch Schmelzen und Gefrieren an der Oberfläche eine feste, gefrorene Schicht ausgebildet hat, während der Schnee darunter pulverartig bleibt. |
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heiter |
Die Begriffe "heiter" oder "sonnig" geben den Bewölkungsgrad des Himmels an und entsprechen einem Bewölkungsgrad von 1/8 bis 3/8. |
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Hochwasser |
Zustand eines oberirdischen Gewässers, bei dem der Wasserstand oder Durchfluss einen bestimmten Schwellenwert erreicht oder überschritten hat. |
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Hochwassermarken |
Markierungen an Bauwerken oder Festgestein, die Scheitelwasserstände von Hochwassern anzeigen. |
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Hochwasserscheitel |
Höchster Wert einer Hochwasserganglinie. |
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Hornung |
Mit dem Begriff "Hornung" wurde der Monat Februar bezeichnet. J.E. |
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Hundstage |
heißen Tage im Sommer; Zeit vom 23. Juli bis zum 23. August |
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inndohr |
Eindorre, pauschalierter Abschlag für Eintrocknen des Getreides während der Lagerung. |
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Jakobi |
auch Jakobstag, 25. Juli, ein für die Landwirtschaft und die Schafhaltung wichtiger Tag. Um den Jakobstag begann, je nach Witterung, die Roggenernte. Schafwolle durfte in Hessen-Kassel in Regel nicht vor Jakobi ins Ausland verkauft werden. |
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Jakobsmonat |
Bezeichnung für den Monat Juli. Weitere gebräuchlichen Namen waren "Heumonat" und "Honigmonat". |
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Johanni |
24. Juni |
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Joseftag |
19. März
Der Tag wird Josefstag oder Joseftag genannt. In Bayern heißt der Tag Josephi, in der Schweiz Seppitag.
Wetterregeln für den Joseftag: „Ein schöner Josephstag ein gutes Jahr verheißen mag“. „Ist's Josef klar, gibt's ein gutes Honigjahr“. |
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Josephstag |
19. März; auch Josefstag oder Joseftag
Heiligentag und Lostag
„Ein schöner Josephstag ein gutes Jahr verheißen mag“
„Ist's Josef klar, gibt's ein gutes Honigjahr“.
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Julianischer Kalender |
Der Julianische Kalender wurde in Hessen-Kassel 1700 abgeschafft und durch den Gregorianische Kalender (benannt nach Papst Gregor XIII.) ersetzt. Infolgedessen wurden 11 Tage übersprungen, so dass auf den 18. Februar 1700 der 1. März 1700 folgte. |
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kersenn pfulnn |
Kresse-Pfuhl, Teich, an dem Brunnenkresse wächst. |
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Klima |
Mit dem Begriff "Klima" wird der mittlere Ablauf der Witterung über Jahrzehnte bezeichnet. |
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kunstpferd |
Pferd der Wasserkunst, Pferd im Göpelwerk der Wasser- und Solepumpe im Salzwerk Sooden. |
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Lichtmess |
2. Februar.
Lichtmess ist der Beginn des sogenannten "Bauernjahres", an dem die Arbeit wieder aufgenommen wird. |
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lolch |
Lolch, unter dem Getreide wachsendes Unkraut. |
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Mariä Verkündigung |
25. März |
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mars guter |
Marschgüter, Güter im Tiefland der Flußniederung. |
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Martini |
11. November |
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Matthäustag |
21. September; auch "Matthei" oder "Matthäus"; Heiligentag und Lostag
"Tritt Matthäus ein / soll die Aussaat fertig sein."
"Wie es Matthäus treibt, / es vier Wochen bleibt."
"Tritt Matthäus stürmisch ein, / wird's bis Ostern Winter sein." |
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Medardustag |
8. Juni; auch "Medardus" oder "St. Medardus"; Heiligentag und Lostag
"Wer auf Medardus baut / erhält viel Flachs und Kraut."
"Was St. Medardus für Wetter hält, / solch Wetter auch in die Ernte fällt."
"Wie's wittert auf Medardustag, so bleibts sechs Wochen dann danach." |
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Michaelistag |
29. September; auch "Michaelis" oder "Michael"; Heiligentag und Lostag
"Wenn die Zugvögel nicht ziehen vor Michael, wird es nicht Winter vor Weihnachten."
"Regnet's sanft am Michaelstag, / sanft auch der Winter werden mag."
"Kommt Michael heiter und schön, / wird es noch vier Wochen so weiter geh'n."
"Um Michaeli in der Tat / gedeiht die beste Wintersaat." |
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Nachtfrost |
Absinken der Lufttemperatur in Bodennähe (2 Meter Höhe) unter den Gefrierpunkt. Besonders im Frühjahr können Nachtfröste erhebliche Schäden im Wein- und Gartenbau verursachen. |
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Nassschnee |
Nassschnee ist sehr schwer und nass; er klebt zusammen und man kann Wasser herauspressen. |
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Nebel |
Unter Nebel versteht man fein verteilte Wasserströpfchen (mit einem Durchmesser von unter 0,12 Millimeter) in der Luft, wodurch die Sicht mehr oder weniger eingeschränkt wird. Nebel bildet sich oft in räumlich sehr begrenzten Gebieten und wird durch Windstille begünstigt.
Nebel entsteht durch Abkühlung der Luft. Dadurch kann die Luft nicht mehr so viel Wasser aufnehmen, so dass das "überschüssige" Wasser auskondensiert. Nebel bilden sich bevorzugt in den Abendstunden, insbesondere bei bildet sich bei klarem Himmel, da die Temperatur unmittelbar über dem Erdboden stärker zurückgeht als in den darüberliegenden Luftschichten. Im Winter kommt es bei niedriger Bodentemperatur durch wärmere und feuchtere Luft aus südwestlichen Richtungen häufig zur Nebelbildung. Durch die Verdunstung von Oberflächenwasser im Sommer nach Gewitterregen, des Morgens im Spätsommer oder in Herbstnächten in der Nähe von Gewässern kommt es durch Sättigung der darübergelagerten kälteren Luft oft zu Nebelbildung.
Witterungsregel: "Steigender Nebel bringt Regen, fallender Sonnenschein". |
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Neuschnee |
Frisch gefallener Schnee, der nicht älter als drei Tage ist. |
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Niederschlag |
Gesamtbezeichnung für das aus der Atmosphäre auf die Erdoberfläche gelangende Wasser: in flüssiger Form als Regen, Nebel oder Tau, in fester Form als Schnee, Graupel, Hagel oder Reif. |
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Niedrigwasser |
Zustand eines oberirdischen Gewässers, bei dem der Wasserstand oder der Durchfluss einen bestimmten Schwellenwert erreicht oder unterschritten hat. |
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omaden |
Omad, Heu des zweiten Schnitts (vgl. grummat). |
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Paulustag |
25. Januar; Gedenktag; Lostag
auch "Paulus", "Pauli Bekehrung" oder "Pauli Bekehr"
Die Bauern prüften an diesem Tag die Wintervorräte, da der Winter zur Hälfte um war. |
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Petri |
bzw. Petritag = 22. Februar |
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polltziens |
Abgabe, vermutlich Erbzins (im landgräflich-hessischen Amt Lippoldsberg). |
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Pulverschnee |
Pulverschnee ist trockener Schnee, der auch unter Druck nicht zusammenklebt. |
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Réaumur |
1730 von dem französischen Physiker René Antoine Ferchault de Réaumur (1683-1757) eingeführte Temperaturskala. Der Abstand zwischen dem Siedepunkt des Wassers (80° R) und dem Schmelzpunkt des Eises (0° R) wurde von Réaumur in 80 gleiche Teile eingeteilt. Die Réaumurskala wird heute nicht mehr verwendet. Umrechnungsfaktor von Réaumur in Celsius: °C = °R × 1,25; -24°R = -30° C. |
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Regen |
Flüssiger fallender Niederschlag in Form von Tropfen. |
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Schlackwetter |
Der Begriff "Schlackwetter" ist dem heute gebräuchlichen "Schneeregen" gleichzusetzen. Er bezeichnet das gleichzeitige Auftreten von Regen und Schnee. Schlackwetter tritt häufig in Verbindung mit starkem Wind und Sturmböjen auf und ist ein Indiz für einen Wetterumschwung. |
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Schnee |
Fester fallender oder auf der Erdoberfläche abgelagerter Niederschlag in Form einzelner oder zusammenhängender Eiskristall. |
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Schneeregen |
An der Temperaturgrenze (Übergang in der Höhe oder bei Wetterumschwüngen) fällt Schneeregen, das heißt ein Gemisch aus Schnee und Regen. |
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Schneeverwehung |
Eine durch Windtransport bedingte Schneeansammlung, deren Höhe sich deutlich über der eigentlichen Niederschlagsmenge befinden kann. |
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sonnig |
Die Begriffe "sonnig" oder "heiter" geben den Bewölkungsgrad des Himmels an und entsprechen einem Bewölkungsgrad von 1/8 bis 3/8. |
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stark bewölkt |
Der Begriff "stark bewölkt" gibt den Bewölkungsgrad des Himmels an und entspricht einem Bewölkungsgrad von 7/8. |
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Starkregen |
Regen, der im Verhältnis zu seiner Dauer ein hohe Niederschlagsintensität hat. |
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Sturzflut |
Hochwasser von kurzer Dauer mit relativ hohem Scheitelabfluss. |
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teuch |
Teich, Fischteich. |
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trische |
Driesch, Dreesch, unbebautes Ödland (vgl. trischlender) |
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trischlender |
Driesch, Dreesch, unbebautes Ödland (vgl. trischer). |
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uffart |
Fahrt reinaufwärts. |
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uffleynen |
aufländen, auf das Ufer ziehen. |
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ufhebin |
Weinbergsarbeit |
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umberen |
Acker nach der Ernte im Spätsommer umpflügen. |
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umslage |
Umfassung der Mühlsteine. |
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Urbanstag |
25. Mai; auch "Sankt Urban", "Urbani" oder "Urban"; Heiligentag und Lostag
"Die Witterung um Sankt Urban zeigt des Herbstes Wetter an" |
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Vinzenztag |
22. Januar; auch "Vinzenz", "Vincenz" oder "Sankt Vinzenz"; Heiligentag und Lostag
Vincenzen Sonnenschein / bringt viel Korn und Wein."
"Kommt Sankt Vinzenz tief im Schnee, / bringt das Jahr viel Heu und Klee."
"Wie zu Vinzenz das Wetter war, / so wird's sein das ganze Jahr." |
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Wetterelemente |
Wetterelemente sind Luftdruck, Wind, Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Bedeckung des Himmels, Wolken und Sichtverhältnisse. |
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Wetterlage |
Unter dem Begriff "Wetterlage" wird das Wetter in einem bestimmten Raum zusammengefasst. |
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Wetterregel |
System von Wettervoraussagen, bei dem die Wetterlage des kommenden Tages, Monats, zukünftiger Jahreszeiten (Winter, Frühling, Sommer, Herbst) oder des gesamten Jahres anhand bestimmter Phänomene wie bspw. dem Verhalten von Tieren oder dem gegenwärtigen Wetter festgemacht wird.
Eine ungewöhnliche, da auf dem Wochentag des Weihnachtstages basierende Wettervorhersage bietet das Handbuch des Rudolf Haarberg aus Besse aus dem 18. Jahrhundert:
"So der Christtag auff den Sondag fällt, dann wirt uns ein warmer Windter gemeld. Auch werden sich starcke Windt begeben von Ungewittern, das mercke dir eben. Es wird der Lentz warm und sanfft auff Erden, der Sommer wirt heiß und trucken werden, der Herbst wirt feucht und winterlich prangen, gut Wein und Korn wirt man erlangen. Es werden die Schaffe fast verderben, jedoch wirt man viel Honig erwerben.Die Gartenfrüchte mit sampt den Saaten sollen zur rechten Zeit wol geraten. Es werden die alten Leut sterben fast, die schwanger Frauen werden haben Rast. Gantz friedsam wirt leben der ehliche Stand, solches wirt man spüren im gantzen Land."
Eine andere an der Gesamtwetterlage des Winters orientierte Weterregel lautet:
"Der winter weich, der Lentz naß, der Sommer und Herbst windicht, gut Getreide, genug Vieh. Viel Obst."
Haarberg, Rudolf: Das Handbuch von Besse. Ein bäuerliches Merkbuch aus dem 18. Jahrhundert, in: ZHG 85 (1975), S. 135-167, hier S. 148/149. |
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Witterung |
Mit dem Begriff "Witterung" wird der Wetterablauf mehrerer Tage bezeichnet. |
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wolkig |
Der Begriff "wolkig" gibt den Bewölkungsgrad des Himmels an und entspricht einem Bewölkungsgrad von 4/8 bis 6/8. |
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