Datensätze in der Wetterdatenbank

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Eintrag 4402
Schlagworte Regenborgen; Sonnenschein; Regen
Ortsangaben Alsfeld
Zeitangabe 4.10.1646
Quellenzeitangabe
Originaltext "NB. Eben diesen Morgen Stunden aber mal ein schöner Regenbogen über der Statt Alsfeld, als man noch stürmete [beschießung der Stadt Alsfeld durch hessen-kasselische Truppen]."
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   10.05.2017
Beleg Eduard Edwin Becker: Die Alsfelder Chroniken des 17. Jahrhunderts. Die Chronik des M. Georg Eberhard Happel, in: MittGMVAlsfeld 5 (1918/25), S. 6–11, 13–33.
BearbeiterIn Dr. Friedhelm Röder
   
Eintrag 4401
Schlagworte Regenbogen; Sonnenschein; Regen
Ortsangaben Alsfeld
Zeitangabe 3.10.1646
Quellenzeitangabe
Originaltext "In während dem Sturm [Beschießung der Stadt Alsfeld durch hessen-kasselische Truppen] ist ein sehr schöner Regenbogen über der Stadt gestanden, darob sich die Bürger erfreuet, die Feinde zurückgeworfen, viele darnieden gemacht und den Sieg gegen diesen Sturm erhalten. Von denen dieser Statt aber ist kein Mann tot geblieben."
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   10.05.2017
Beleg Eduard Edwin Becker: Die Alsfelder Chroniken des 17. Jahrhunderts. Die Chronik des M. Georg Eberhard Happel, in: MittGMVAlsfeld 5 (1918/25), S. 6–11, 13–33.
BearbeiterIn Dr. Friedhelm Röder
   
Eintrag 4400
Schlagworte Hochwasser; Überschwemmung; Äcker, verschlammte
Ortsangaben Rotenburg, Amt; Fulda, Fluss
Zeitangabe 1579
Quellenzeitangabe
Originaltext 1579: "Im Amt Rotenburg hatte die Fulda viele Äcker mit „sande beflösset"."
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   24.04.2017
Beleg Kersten Krüger: Politische Ämtervisitationen unter Landgraf Wilhelm IV. Mit 2 Beilagen: Visitationsordnung 1577/78, Getreideerträge der Domänen 1582, 1585, 1589, in: Hessisches Jahrbuch für Landesgeschichte 27 (1977), S. 1–36, hier S. 12.
BearbeiterIn Jochen Ebert
   
Eintrag 4399
Schlagworte Gewitter; Hagel; Missernte Sommerfrucht
Ortsangaben Friedewald, Amt
Zeitangabe 1580
Quellenzeitangabe Sommer
Originaltext "Im Sommer kamen Gewitter, von denen Johann Meckbach 1579 aus dem Amt Friedewald berichtete, daß sie mit Hagel „die frucht im sommerfeldt dermassen zerschlagen, das keiner sommerfrucht dieses ortts zu gewartten". Auch das ohnehin dünne Wintergetreide hatte gelitten, so daß „die arme leuth gar betrubt und zaghaffiig wordenn".
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   24.04.2017
Beleg Kersten Krüger: Politische Ämtervisitationen unter Landgraf Wilhelm IV. Mit 2 Beilagen: Visitationsordnung 1577/78, Getreideerträge der Domänen 1582, 1585, 1589, in: Hessisches Jahrbuch für Landesgeschichte 27 (1977), S. 1–36, hier S. 12.
BearbeiterIn Jochen Ebert
   
Eintrag 4398
Schlagworte Frost; Wintersaat, erfrorene
Ortsangaben Niederhessen
Zeitangabe 1580
Quellenzeitangabe
Originaltext "1580 war allgemein die Wintersaat erfroren, besonders auf
den höher gelegenen Äckern."
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   24.04.2017
Beleg Kersten Krüger: Politische Ämtervisitationen unter Landgraf Wilhelm IV. Mit 2 Beilagen: Visitationsordnung 1577/78, Getreideerträge der Domänen 1582, 1585, 1589, in: Hessisches Jahrbuch für Landesgeschichte 27 (1977), S. 1–36, hier S. 12.
BearbeiterIn Jochen Ebert
   
Eintrag 4397
Schlagworte Dürre
Ortsangaben Sichelbach; Wilhelmshöhe; Kassel
Zeitangabe 1825
Quellenzeitangabe
Originaltext "Bemerkt wird noch, daß die … Weide [des Domänenguts Sichelbach oberhalb Wilhelmshöhe; J.E.], welche sich selbst bei der großen Dürre des verwichenen Sommers [1825; J.E.] sehr nahrhaft gezeigt …"
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   10.02.2017
Beleg Correspondenzblatt des Kurhessischen Landwirthschaft-Vereins 4 (1826), S. 12.
BearbeiterIn Jochen Ebert
   
Eintrag 4396
Schlagworte Gewitter, starkes; Hochwasser; Überschwemmung; Todesopfer
Ortsangaben Großburschla; Jestädt; Werra, Fluss
Zeitangabe 6.1747
Quellenzeitangabe
Originaltext Eintrag aus dem Kirchenbuch (Totenbuch) von Jestädt: "den 6. Junii [1747] Ein Mägdtlein etwa 9 Jahre alt von Großen Borschell, welches in einem starcken Gewitter und uhrplötzlichen Waßerfluth mit Vatter und Mutter auch Schwester umbkommen, und alhier in der Werra gefunden, auch vom hießigen Gericht auffgehoben worden."
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   01.02.2017
Beleg Kirchenbuch Jestädt
BearbeiterIn Dr. Karl Kollmann
   
Eintrag 4395
Schlagworte Kälte, große
Ortsangaben Jestädt
Zeitangabe 10.2.1717
Quellenzeitangabe
Originaltext Laut Eintrag im Kirchenbuch der Gemeinde Jestädt wurde das uneheliche Kind der Elisabeth Bosold am 10. Februar 1717 "wegen großer Kälte in der Pfarre" getauft.
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   08.01.2017
Beleg Kirchenbuch Jestädt
BearbeiterIn Dr. Karl Kollmann
   
Eintrag 4394
Schlagworte Sperlingsplage
Ortsangaben Waldeck
Zeitangabe 9.1738
Quellenzeitangabe
Originaltext "Dass um 1738 die Bekämpfung [von Sperlingen; J.E.] verfügt wurde, weist auf eine zu der Zeit um sich greifende Sperlingsplage. Ähnlich handelte die Regierung von Waldeck. Sie ließ am 25. September 1738 die Ämter in ihrem Fürstentum darüber berichten, ob und wie man in der Vergangenheit gegen Sperlinge vorgegangen war. Beiläufig wurde erwähnt, dass die benachbarten Landesherrschaften tätig waren. Man wollte also entsprechend nachziehen. Dies belegt, dass zu der Zeit die Sperlingspopulation stark anwuchs, und lässt zugleich auf laufende Maßnahmen auch in Hessen-Kassel schließen."
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   12.12.2016
Beleg Niklot Klüßendorf: Die Stadt Ziegenhain und die „Sperlingssteuer“ (1738), in: Schwälmer Jahrbuch 2017 (2016), S. 58–65, hier S. 62.
BearbeiterIn Jochen Ebert
   
Eintrag 4393
Schlagworte Polarlichter
Ortsangaben Nesselröden
Zeitangabe 1.3.1721
Quellenzeitangabe
Originaltext Im Kirchenbuch von Nesselröden findet sich unter dem Jahr 1721 im Taufeintrag von Elisabeth Wilhelm, der Tochter von Reinhard Wilhelm, folgender Hinweis: "den 2ten Martii, als eben die Nacht vorher die entsetzl. Feurstrahlen in der Luft erschienen waren, deren Deutung allein Gott bekant".
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   14.12.2017
Beleg Kirchenbuch Nesselröden
BearbeiterIn Dr. Karl Kollmann
   
Eintrag 4392
Schlagworte Regen, starker
Ortsangaben Braunfels; Weilmünster; Usingen
Zeitangabe 25.6.1602
Quellenzeitangabe
Originaltext „Den 25. [Juni 1602] uff einer sehr seltsamen Kutschen von dannen durch Weilmünster … nach Usingen, zu mitthage ankommen, und hatt D[oktor] Mosanus eine gute weill uff dem Narrenkasten biß bey den Wolffgalgen gefaren; allda er wegen stharcken regenß woll benetzt worden." (Reisebericht Landgraf Moritz’)
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   01.08.2016
Beleg Jean Hiernard und François Kihm (Hg.): Un Landgrave incognito. Le Voyage de France de Maurice de Hesse (1602), Rennes 2016, S. 17.
BearbeiterIn Jochen Ebert
   
Eintrag 4391
Schlagworte Regenfälle, anhaltende; Viehseuche; Kartoffelkrankheit; Missernte; Hungerjahr; Witterung, ungünstige
Ortsangaben Hessen; Werra, Fluss; Wanfried; Eichsfeld; Merlau; Mücke
Zeitangabe 20.5.1883 - 29.5.1883
Quellenzeitangabe
Originaltext „Am 27. April 1883 erscheint folgende Bekanntmachung in der Grünberger Zeitung: ,Die aus Mitteln des landwirtschaftlichen Vereins für Oberhessen sowie des Landespferdezuchtvereins ins Leben gerufene Fohlenweide bei der Station Mücke, soll am 20. Mal 1883 eröffnet werden.‘ Wegen eingetretener ungünstiger Witterung wurde sie aber erst am 30. Mal 1883 eröffnet.“
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   24.05.2016
Beleg Robert Keller: Eine anspruchsvolle Architektur. Zur Geschichte des Domanialhofes in Merlau – heute Dorfgemeinschaftshaus, in: Hessische Heimat. Aus Natur und Geschichte 7 (1999), S. 25–26, hier S. 26.
BearbeiterIn Jochen Ebert
   
Eintrag 4390
Schlagworte Sturm, starker
Ortsangaben Treffurt
Zeitangabe 3.10.1731
Quellenzeitangabe
Originaltext "1731: Jakob Marckardt hat am 17.9. im Mülverstädtischen Holze sich selbst mit dem Messer einen Schnitt in die Kehle getan und sich dann mit vollem Blute nach Mülverstedt begeben, am 20.9. hier sein männliches Schamglied mit einem alten Scheermesser abgeschnitten, am 3.10. während einer Feuersbrunst sich heimlich auf den Turm geschlichen und beim starken Stürmen sich aus dem obersten Loche nach der Pfarr zu um 3 Uhr heruntergestürzt, gestorben 6 Uhr."
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   06.05.2016
Beleg Alois Höppner: Chronik der Stadt Treffurt (Werra), Treffurt a. W. 1927, S. 24.
BearbeiterIn Jochen Ebert
   
Eintrag 4389
Schlagworte Hochwasser; Überschwemmung; Todesopfer
Ortsangaben Kleintöpfer; Werra, Fluss
Zeitangabe 5.5.1709
Quellenzeitangabe
Originaltext "1709: Elisabeth, Friedrich Reichardts Hochadelig Baumbachischen Pachtmeyers zu Kleinen Töpffra Hausfrau, 30 Jahre alt und ihr 5jähriges Söhnlein Johannes sind am 5. Mai in einer ungemeinen Wasserflut auf einmal ertrunken und unter dem Schlamm wiedergefunden worden."
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   06.05.2016
Beleg Alois Höppner: Chronik der Stadt Treffurt (Werra), Treffurt a. W. 1927, S. 23.
BearbeiterIn Jochen Ebert
   
Eintrag 4388
Schlagworte Sturm; Todesopfer
Ortsangaben Treffurt
Zeitangabe 10.1627
Quellenzeitangabe
Originaltext "1627: Joh. Lobelandtz, Advokat zu Eschwege, vorher hier [Treffurt; J.E] Amtsschreiber, wird hinter dem Siechenhofe am engen Wege durch Großen Wind vom Pferde geweht, fällt auf den Schlaff und stirbt 20.10."
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   06.05.2016
Beleg Alois Höppner: Chronik der Stadt Treffurt (Werra), Treffurt a. W. 1927, S. 22.
BearbeiterIn Jochen Ebert
   
Eintrag 4387
Schlagworte Hochwasser; Überschwemmung; Kirche, verwüstete; Gräber, aufgeschwemmte; Häuser, beschädigt
Ortsangaben Kassel; Fulda, Fluss
Zeitangabe 5.1.1643
Quellenzeitangabe
Originaltext "Den 5. Jan. 1643 ist es aber beynahe noch 2 Ellen höher gestiegen, so daß die Gaßen in der Neustadt hoch überschwemmt, ein gut theil auch dißeits der Stadt vom waßer ergriffen, die Häuser sonderlich jenseits, welche bis in die obern Stuben erfüllt gewesen, verderbet, die schöne, wohlgezierte Kirche in der Neustadt verwüstet die Gräber aufgeschwemmet, die Stühle übereinander geworfen, auch sonst hin und wieder vieler und großer Schaden geschehen. (Siehe Neujahrs-Gruß von Gott, so er mit erschrecklichen Wasserfluten etc. hat hören lassen, in einer Predigt erklärt von Theophil Neuberger. Kassel 1643 4.)"
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   21.01.2016
Beleg Karl Wilhelm Justi: Große Wasserfluthen in Hessen im 14. 16. u. 17. Jahrhunderte, in: Die Vorzeit. Ein Taschenbuch für das Jahr 1838, Marburg 1823, S. 387–388, hier S. 387 f.
BearbeiterIn Holger Hamecher
   
Eintrag 4386
Schlagworte Hochwasser; Überschwemmung; Brücken, zerstörte; Häuser, zerstörte; Menschen, ertrunkene; Vieh, ertrunkenes; Unwetter; Sturm; Donner; Blitzeinschläge; Türme, zerstörte; Häuser, entzündete
Ortsangaben Kassel; Filda, Fluss; Hessen
Zeitangabe 10.1.1552 - 11.1.1552
Quellenzeitangabe
Originaltext "An der Neustädter Kirche zu Kassel findet sich auf einer Tafel, die so hoch stehet, als damals das Wasser gegangen, folgender Bericht:
Anno domini 1552 den 10. Jan. ist in der Nacht
ein Groß unversehen Gewäßer kommen, und so hoch
aufgelaufen, daß es unten Haus hoch in den Predigt-
stuhl gegangen, und ist jetzt 5/4 einer Elln höher
gewesen als vor 210 Jahren (im J. 1342). Diese
Fluth hat an vielen Brücken und Häusern die Fulda
herab schaden gethan, auch an vielen Orten Lethe
und Vieh ersäuft. Die andere Nacht ist ein großer
Ungestumer wind, mit Donnerwetter kommen, an vie-
len abgelegenen Orten in Thüren und Ställe geschla-
gen, die Thürne verbrannt und Häuser angesteckt. Der
Allmächtige verleyhe Bußfertig Leben und Beße-
rung
–"
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   21.01.2016
Beleg Karl Wilhelm Justi: Große Wasserfluthen in Hessen im 14. 16. u. 17. Jahrhunderte, in: Die Vorzeit. Ein Taschenbuch für das Jahr 1838, Marburg 1823, S. 387–388, hier S. 387.
BearbeiterIn Holger Hamecher
   
Eintrag 4385
Schlagworte Sturm; Erdbeben
Ortsangaben Erda
Zeitangabe 23.1.1643 - 25.1.1643
Quellenzeitangabe
Originaltext Memorabilie im Erdaer Kirchenbuch
"Anno 1644 … Den 23, 24. 25. sind auch große Sturmwinde und Erdbeben gewesen. Die Bedeutung ist Gott bekannt!"
Bemerkungen Die Jahresangabe ist offensichtlich falsch. Vermutlich ein Druckfehler. Es müsste 1643 heißen.
Bearbeitungsstand   19.01.2016
Beleg Karl Wilhelm Justi: Stürme in der Natur und politischen Welt, zur Zeit des dreißigjährigen Krieges, in: Die Vorzeit. Ein Taschenbuch für das Jahr 1823, Marburg 1823, S. 323–324, hier S. 323.
BearbeiterIn Holger Hamecher
   
Eintrag 4384
Schlagworte Sturm; Starkregen; Hochwasser; Überschwemmung
Ortsangaben Erda; Gießen
Zeitangabe 5.1.1643
Quellenzeitangabe
Originaltext Memorabilie im Erdaer Kirchenbuch
"Anno 1644 den 5ten Januar sind bei zwei und drei Tage große Sturmwinde und Wassergüsse gewesen, daß das Wasser in die Stadt zu Gießen gelaufen und etliche Stock hoch gewesen. Summa, das Wasser ist so groß gewesen, daß bei Menschen Tagen nicht größer im Lande gesehen worden."
Bemerkungen Die Jahresangabe ist offensichtlich falsch. Vermutlich ein Druckfehler. Es müsste 1643 heißen.
Bearbeitungsstand   19.01.2016
Beleg Karl Wilhelm Justi: Stürme in der Natur und politischen Welt, zur Zeit des dreißigjährigen Krieges, in: Die Vorzeit. Ein Taschenbuch für das Jahr 1823, Marburg 1823, S. 323–324, hier S. 323.
BearbeiterIn Holger Hamecher
   
Eintrag 4383
Schlagworte Wasserguss; Starkregen; Sturm; Hochwasser; Überschwemmung; Gebäudeschäden; Brücken, zerstörte; Vieh, ersoffenes; Menschen, ertrunkene; Stadtmauern, eingestürzte; Erdrutsch
Ortsangaben Lahn, Fluss; Limburg; Diez; Hadamar; Gießen; Wanfried; Werra, Fluss; Treis an der Lumda; Herrenbreitungen; Fritzlar; Altenburg; Röhrenfurt; Rotenburg; Fulda, Fluss; Kassel
Zeitangabe 5.1.1643 - 6.1.1643
Quellenzeitangabe
Originaltext "Wie in ganz Italien, Deutschland und den Niederlanden dieses Jahr mit einem fürchterlichen Aufruhr aller Elemente, mit Erdbeben, Wassergüssen und geftigen Stürmen begann, so stieg auch in Ober- und Niederhessen durch angeschwollene und ausgetretene Flüsse die Gefahr der Ueberschwemmung bis zu einem erhöhten Grade. Die Lahn, welche in der Gegend von Limburg, Dietz und Hadamar Mühlen, Häuser, Menschen, Vieh und Früchte mit sich fortriß, überfluthete zuerst den niedrigen Wallgraben der Stadt Gießen; bei Wanfried zerborst der Felsen der Plesse und stürzte ins Thal; zu Treiß an der Lumbde, zu Herrenbreitungen, zu Fritzlar, Altenburg und Röhrenfurt stürzten Stadtmauern, Häuser und Brücken zusammen. Die Fulda, um Christtag bei Rotenburg drei Tage angeschwollen erreichte binnen zwei Tagen zu Cassel einen so hohen (noch jetzt durch mehrere Inschriften bezeichneten) Stand, daß die Kirchenkanzel der Unterneustadt bespült und der Hauptwall mit seinen neuen Gegenschaaren zerstört wurde; die in den oberen Geschossen des Nassauer Hofes, des Wohnsitzes der Landgräfin Juliane und ihrer Töchter, bedrohten fürstlichen Frauenzimmer konnten nur durch schleunig erbaute Gerüste gerettet werden."
Bemerkungen
Bearbeitungsstand   18.01.2016
Beleg Christoph von Rommel: Neuere Geschichte von Hessen, Achter Band, Cassel 1843,S. 639–640.
BearbeiterIn Holger Hamecher
   

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